4th Texas Infantry Company B „Tom Green Rifles“
4th Texas Infantry Company B „Tom Green Rifles“

Hier können sie die Darstellungsgeschichten einiger unserer Mitglieder nachlesen....

Hobbyisten Geschichte der Loscher´s

Nach dem Tod des Großvaters (1800) der Bediensteter auf der Burg Gödens war, zog die Großmutter mit ihrem Sohn Gustav nach Varel (Herzogtum Oldenburg). Zunächst arbeitete er als einfacher Gärtner. Doch im Februar 1814 trat Gustav Loscher in das Regiment Oldenburg des Herzogs Peter von Oldenburg ein und diente dort als Soldat bis 1819. Als solcher nahm er gleich zu Anfang noch am Koalitionskrieg gegen Napoléon Bonaparte teil. Im Juni 1819 verließ er das Militär im Rang eines Quartiermeisters und der Herzog machte ihn zum Beamten im Herzoglichen Postamt zu Oldenburg. Doch zehn Jahre später, im September 1829, musste Gustav Loscher mit Ehefrau fliehen, da er vom neuen Großherzog August von Oldenburg wegen angeblicher Unterschlagung einer Geldsumme verfolgt wurde. Sie flohen über Bremen, Osnabrück und Münster nach Brüssel (Belgien) und bestiegen in Le Havre (Frankreich) ein Segelschiff nach New York City, wo sie Ende des Jahres ankam.
Für die erste Zeit kamen sie in New York in einer Pension unter. Dort beschlossen sie nach Missouri zu gehen. Doch auf dem Schiff nach New Orleans lasen sie eine Broschüre über die ausgezeichneten Bedingungen und die Landvergabe im Westen der Kolonie eines gewissen Stephen F. Austin in Texas (heute Austin County), änderten sofort ihren Plan und stiegen in New Orleans auf das Schiff „Saltillo“ nach Harrisburg (Texas) um. Sie erreichten Texas als erste deutsche Siedler am 9. März 1831. Am 16. April 1831 nahm Gustav in Austin’s Kolonie ein 1.600 Hektar großes Stück Land am
Westufer eines Nebenflusses des Mill Creek in Besitz.
Im Februar 1832 schrieb Gustav einen langen Brief an einen Freund in der deutschen Heimat, in dem er die Lebensbedingungen in Texas glorifizierte und Texas gewissermaßen als Paradies auf Erden ausmalte, obwohl er selbst nur in einer Holzhütte ohne Luxus lebte. Nach seiner erzwungenen Flucht wäre das Gegenteil wohl auch eine Scham gewesen. Mit diesem Brief aber löste Gustav unbewusst und unbeabsichtigt eine Auswanderungswelle im nördlichen Deutschland
aus: Der Brief wurde dort breit gestreut, sogar in einigen Zeitungen und 1834 als Broschüre veröffentlicht und ermutigte so andere Auswanderungswillige überwiegend aus dem Herzogtum. Am 12.12.1835 wurde der erste Sohn Christian und Simon am 5.5.1845 jeweils in Austin geboren. Gemeinsam bewirtschafteten sie die Farm und das Land. Am 26.5.1857 heiratete Christian seine Frau Johanna, Tochter des Stadtarchivares. Am 25 September 1857 wurde in Austin die erste Freiwillige Feuerwehr der Stadt aufgestellt . Christian trat dieser Feuerwehr bei. Anfang 1861 zählte diese Abteilung schon über 100 Mitglieder. Als der Bürgerkrieg ausbrach meldete sich Christian mit weiteren 70 Kameraden der Feuerwehr bei der lokalen Miliz, den Quitman Rifles, die in Austin 1858 aufgestellt worden war. Sie marschierten zu ihren ersten Lager, Camp Clark am San Marcos, wo sie zu ehren des Lagerkommandanten Tom Green, umbenannt wurden. Am 16.8 zählten die Tom Green Rifles zu den ersten 5 Kompanien, die vom Camp Van Dorn Harrisburg aus, die lange Reise nach Richmond antraten. Christian war in Austin schon Sergeant und wurde 1862 nach dem Frank L. Price Adjutant wurde zum First Sergeant ernannt. In der Schlacht um Gines Mill wurde Lieutenant Robert J. Lambert schwer verwundet und Christian nahm seinen Platz ein. Am 10 Juli 1863 wurde der CO Captain Benjamin F. Carter befördert zum Lieut.-Colonel und Christian wurde in Gettysburg am 10 Juli zu Captain der 4th Texas Infantry
Christian wurde bei der Schlacht um Appomattox Court House am 9. April 1865 schwer verletzt und starb wenige Tage später nach Amputation einiger Gliedmaßen.

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